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Praxis Hecker & Thome ATOS Klinik Heidelberg

Proktologie

Schonende Behandlung von Enddarmerkrankungen

Unter Enddarmerkrankungen (Proktologie) versteht man im Allgemeinen alle Erkrankungen der letzten 15 cm des Darmes. Die meisten Enddarmerkrankungen kommen sogar innerhalb der letzten 5 cm des Enddarmes vom After aus gesehen vor.
Unter dem Begriff Koloproktologie werden zusätzlich noch die Erkrankungen des kompletten Dickdarmes (Kolon) mit einbezogen.

Der Proktologe als fachärztlicher Spezialist für Enddarmerkrankungen befasst sich speziell mit diesen Erkrankungen und deren Therapie.

Im Volksmund werden unter Enddarmerkrankungen fast ausschließlich Hämorrhoiden verstanden. Es gibt jedoch noch eine Reihe andere Erkrankungen, die zu Beschwerden im Analbereich führen können. Dazu zählen zum Beispiel das Analekzem, die Analfissur (Afterriss), Analvenenthrombosen aber auch Analabszesse und Analfisteln. Meist äußern sich die Beschwerden durch Jucken, Brennen, Nässen oder gelegentlichem Blutabgang über den After. Auch Fremdkörpergefühle, Stuhlschmieren oder Stuhlinkontinenz können in seltenen Fällen auftreten.

Proktologischer Untersuchungsablauf

Neben einem ausführlichen Patientengespräch (Anamnese) steht eine gründliche proktologische Untersuchung mit dem Finger sowie mit dem Proktoskop oder Rektoskop im Vordergrund, um die Ursache Ihrer Beschwerden herauszufinden.

Die Untersuchung mit dem Finger (digitale Untersuchung) ist unverzichtbarer Bestandteil des Untersuchungsablaufes, da sich hieraus häufig bereits richtungsweisende Hinweise über die Art der Erkrankung ergeben.

So können zum Beispiel kleinste Risse (Analfissuren) in der Afterhaut (Anoderm) bereits mit dem Finger ertastet werden. Natürlich fällt es auch leicht, Gewebsvermehrungen, Schwellungen oder Verhärtungen zu ertasten, die dann weiter abklärungsbedürftig sind. 

Bezüglich der Darmkrebsvorsorge kommt der Untersuchung mit dem Finger eine große Bedeutung zu, weil sich ein Großteil der im linken Dickdarm (Hemikolon) befindlichen Darmkrebse mit dem Finger ertasten lassen.

Außerdem kann der Finger des erfahrenen Untersuchers richtungsweisende Hinweise auf eine mutmaßlich vorliegende Schließmuskelschwäche geben, indem der Ruhe- und Kneifdruck (Sphinktertonus) des Patienten beurteilt und bei Bedarf mit weiterführenden Maßnahmen genauer bestimmt wird.

Bei der Enddarmspiegelung (Proktoskopie) wird ein ca. 10 cm langes, starres Metallrohr in den Enddarm des Patienten eingeführt. Dieses ist kaum dicker als der Finger des Untersuchers, lediglich etwas kälter und härter. Durch diese Röhre kann mit Hilfe einer externen Lichtquelle das Innere des Afters und des Enddarmes beurteilt werden. Hierbei kommt vor allem der Beurteilung der Hämorrhoiden eine große Bedeutung zu, da anhand der Vorwölbung dieses Gefäßpolsters in das Metallrohr hinein der Grad des Hämorrhoidalleidens bestimmt und daraus die optimale Therapieoption (konservativ versus operativ) abgeleitet werden kann.

Mit dem Rektoskop, einem ebenfalls starren Metallrohr gleichen Durchmessers lassen sich sogar die letzten 15-25 cm des Enddarmes untersuchen. Das wird häufig dann nötig, wenn sich die Frage nach Blutungsquellen oder höher gelegenen Enddarmtumoren (Rektum- und Sigmakarzinom) stellt.

Manchmal ist es auch sinnvoll oder erforderlich, den kompletten Dickdarm mit einer Darmspiegelung (Koloskopie) zu untersuchen, die wir Ihnen in unserer Praxis nach vorheriger Rücksprache ebenfalls anbieten können. 

In den meisten Fällen können Enddarmbeschwerden konservativ, also mit Salben oder einfachen Maßnahmen behandelt werden. Nur in seltenen Fällen (ca. 10 %) ist ein chirurgischer Eingriff (OP) erforderlich.  

Als langjährig erfahrene Fachärzte für Chirurgie mit der Zusatzbezeichnung Proktologie widmen wir uns in unserer Spezialpraxis für Venen- und Enddarmerkrankungen sowie Magen- und Darmspiegelungen in der ATOS Klinik Heidelberg all Ihren Beschwerden rund um den Enddarm einfühlsam und diskret und führen die in jedem Einzelfall individuell sinnvollste, wissenschaftlich belegte Behandlungsmethode bei Ihnen durch.