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Praxis Hecker & Thome ATOS Klinik Heidelberg

Phlebologie

Krampfadern schonend entfernen

Moderne Therapieverfahren ohne Schnitte und ohne Narben

Unter Krampfadern (lat. Varizen) versteht man knotig-erweiterte Blutgefäße. Meist sind die hautnahen Beinvenen betroffen mit ihren Hauptstämmen, der großen Rosenvene (Vena saphena magna) oder der kleinen Rosenvene (Vena saphena parva). Das altdeutsche Wort krümpfan bedeutet krümmen. Die entsprechende Krankheit bei Vorliegen von Krampfadern heißt Varikose.

Die Beine spannen und fühlen sich häufig müde, geschwollen und überwärmt an. Die Beschwerden nehmen im Tagesverlauf zum Abend hin zu. Kühlen und Hochlagern mildert die Symptome. 

Varizen sind nicht nur ein ästhetisches, sondern auch ein medizinisches Problem, wenn es zu Komplikationen kommt. So ist das Risiko für das Auftreten von schmerzhaften Venenentzündungen und -thrombosen erhöht. Ein Blutgerinnsel ist sehr schmerzhaft und die Haut kann gerötet und überwärmt sein. Eine oberflächliche Venenthrombose (Varikophlebitis, Varikothrombose) ist deswegen gefürchtet, weil sie zu einer Thrombose des tiefen Beinvenensystems und in der Folge zu einer Lungenembolie führen kann. Auch Entzündungen der Haut treten am Unterschenkel gehäuft auf und können bis hin zum offenen Bein (Ulcus cruris venosum) führen. 

Krampfadern sind häufig

Varizen sind eine echte Volkskrankheit, bei der großen Mehrheit der deutschen Bevölkerung finden sich Krampfadern unterschiedlichen Ausmaßes. Ursächlich ist eine oftmals vererbe Bindegewebsschwäche. Treten Faktoren wie stehende berufliche Tätigkeit, Übergewicht und Bewegungsmangel hinzu, kann dies die Entstehung weiter begünstigen. Auch der weibliche Hormonhaushalt sowie Schwangerschaften wirken sich negativ auf die Entwicklung von Krampfadern aus. Im Alter nimmt nicht nur die Festigkeit der Haut ab, sondern auch die Venenwände werden schlaffer. 

Wenn Sie erweiterte Venen an den Beinen entdecken, sollten Sie einen Venenspezialisten (Phlebologen) aufsuchen. Durch einfache diagnostische Maßnahmen (Untersuchung und Ultraschall) kann die Diagnose gestellt, eine meist einfache Therapie eingeleitet und somit Komplikationen vermieden werden. Zu den etablieren Behandlungsverfahren zählen die Kompressionstherapie, Verödung, Laser- und Radiowellentherapie oder eine Operation. 

Wie Krampfadern entstehen

Die Beinmuskulatur transportiert normalerweise das sauerstoffarme Blut gegen die Schwerkraft zurück zum Herzen. Dieser Mechanismus wird durch die Venenklappen unterstützt, die wie Rückschlagventile wirken. Insbesondere die hautnahen, oberflächlichen Venen sind dünnwandig und elastisch. Das mit Abstand größte Volumen wird allerdings im tiefen Beinvenensystem transportiert. Eine meist angeborene Bindegewebsschwäche ist für viele Erkrankungen verantwortlich (siehe auch Hämorrhoiden bzw. Ösophagusvarizen). Im Fall von Krampfadern führt sie zu einer Erschlaffung der Venenwände und somit zu einer Fehlfunktion der Venenklappen. Es kommt zu einem Zurückfließen oder Versacken des Blutes im Bein. 

Die Volumenbelastung führt zunächst im oberflächlichen Beinvenensystem zu einer Ausdehnung und Schlängelung der Venen. Diese Venenschwäche verläuft in der Regel chronisch, d.h. die Situation verschlechtert sich im Laufe der Zeit. Eine Ausnahme stellen im Rahmen einer Schwangerschaft auftretende Varizen dar, die sich nach Entbindung zumindest teilweise zurückbilden können. 

Wie sich Krampfadern bemerkbar machen

Es zeigen sich einzelne Besenreiser oder knotig verdickte Venen unter der Haut. Besenreiservarizen stellen meist nur ein kosmetisches Problem dar. 

Sind größere Seitenäste oder letztlich die Stammvenen, also die Vena saphena magna oder die Vena saphena parva betroffen, nehmen die Beschwerden kontinuierlich zu. Diese werden individuell sehr unterschiedlich wahrgenommen. Häufig genannt werden Spannungsgefühl, Beinschwere, Überwärmung bis hin zu Schmerzen. Morgens und in der kühlen Jahreszeit sind anfangs die Symptome milder ausgeprägt. Eine spürbare Linderung kann durch Kühlung und Hochlagerung der Beine erreicht werden. Auch die Kompressionstherapie wird auf Dauer als angenehm empfunden. Übrigens sind Wadenkrämpfe nicht typisch für ein Krampfaderleiden. Bei voranschreitender Erkrankung finden sich Beinschwellungen (Ödeme) und Entzündungen der Haut (Stauungsdermatitis), welche durch Rötung und Juckreiz auffällt. Es lagern sich insbesondere beginnend am Innenknöchel Blutbestandteile in der Haut ab, was zu einer bräunlichen Verfärbung führt (Melanoderm).

Komplikationen nicht unterschätzen

Durch den chronischen Verlauf des Venenleidens kann es zu Komplikationen kommen. Entzündungen der Venenwand können die Entstehung eines Blutgerinnsels (Thrombus) begünstigen. Bei einer betroffenen Krampfader spricht man von Varikophlebitis bzw. Varikothrombose. Die Beschwerden reichen von Überwärmung und Rötung bis hin zu Schmerzen und Verhärtungen. Gefährlich ist besonders das Übergreifen der Thrombose auf das tiefe Beinvenensystem, da es zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie kommen kann.

Komplikationen sind vermeidbar

Zu Beginn steht immer die exakte Diagnosestellung und Stadieneinteilung des Krampfaderleidens. Zusammen mit dem Patientengespräch und der körperlichen Untersuchung der Beine trägt insbesondere die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) dazu bei, das Ausmaß des Venenschadens zügig und schmerzlos abzuschätzen. Mit der (Farbduplex-) Sonographie kann die Funktion der Venenklappen, die Blutzirkulation und die Anatomie beurteilt werden. Gleichzeitig erfolgt bereits die Therapieplanung – also die Überlegung, welches Therapieverfahren im vorliegenden Fall technisch möglich ist. Zusätzliche bildgebende Verfahren bleiben Ausnahmen vorbehalten. 

Welche Formen von Krampfadern können an den Beinen beschrieben werden?

  • Besenreiser (Besenreiservarikosis): Häufig lilafarbene, spinnenartig verzweigte, kleinste Hautvenen
  • Retikuläre Varizen: meist bläulich verfärbte, netzartig erweiterte Venen. Ihr Auftreten kann auf das Vorliegen tiefer Varizen hindeuten (Eisberg-Phänomen).
  • Stammvarikosis: Sie sogenannten Stammvenen bilden die beiden Hauptvenen des oberflächlichen Beinvenensystems. Die große Rosenvene (Vena saphena magna) verläuft an der Innenseite des Beines und mündet in der Leiste in das tiefe Venensystem. Die kleine Rosenvene (Vena saphena parva) sammelt das Blut aus der Wadenmuskulatur und mündet auf Höhe der Kniegelenksfalte in die Tiefe. 
  • Seitenastvarikosis: Krankhafte Erweiterung von tast- und sichtbaren, geschlängelten Hautvenen. Insbesondere am Unterschenkel anzutreffen.

Wir bieten das gesamte Behandlungsspektrum

Entscheidend für den Behandlungserfolg ist die auf Sie persönlich abgestimmte Therapieempfehlung, die wir basierend auf der Form des Krampfaderleidens, dem Stadium, eventueller Begleiterkrankungen und insbesondere Ihren persönlichen Erwartungen aussprechen.

Kompressionstherapie

Die Kompressionstherapie unterstützt die natürliche Muskelpumpe sowie die Funktion der Venenklappen, indem der Venendurchmesser der Beinvenen von außen eingeengt wird. Kompressionsstrümpfe können in verschiedenen Stärken und Längen rezeptiert werden, sollten aber individuell im Fachhandel angepasst werden. Wird er konsequent getragen, lindert er die Beschwerden effektiv. Beachtet werden sollte, daß ein Kompressionsstrumpf nach ungefähr einem halben Jahr den erforderlichen Druck nicht mehr vollständig aufbringen kann – er leiert mit der Zeit aus. Auch nach einer Verödungsbehandlung oder einem Veneneingriff sollte für einige Zeit eine Kompressionstherapie erfolgen.

Venenmedikamente

Venenmittel wirken leicht abschwellend und können die Beschwerden subjektiv mildern. Es gelingt aber nicht, die Kompressionstherapie zu ersetzen. Zu nenne wären Rotes Weinlaub, Arnika sowie Rosskastanienextrakte. Gemeinsam ist ihnen, daß sie nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse verschrieben werden können.

Mikro-Sklerotherapie (veröden mit flüssigem Verödungsmittel)

Besenreiser können mittels flüssigem Verödungsmittel behandelt werden. Dazu wird der Wirkstoff in geeigneter Konzentration, der sich nach dem Venendurchmesser richtet, mit feinsten Kanülen in die Vene gespritzt. Die Sklerosierung geschieht unter Zuhilfenahme einer Lupenbrille und/oder spezieller Durchleuchtung der Haut. Der Vorgang kann ein leichtes Brennen hervorrufen. Das Medikament führt zu einer Entzündung der Venenwand. Durch die anschließende Kompressionstherapie für wenige Tage verkleben die Venenwände dauerhaft und werden in der Folge vom Körper abgebaut. Normalerweise sind wiederholte Behandlungen notwendig. Da es sich um ein vornehmlich kosmetisches Problem handelt, ist keine Kostenerstattung der gesetzlichen Krankenkassen möglich.

Schaum-Sklerosierung (veröden mit aufgeschäumtem Verödungsmittel)

Hier wird der gleiche Wirkstoff  in aufgeschäumter Form in die Krampfader gespritzt. Dadurch verstärkt sich die Wirkung. Zur Venenpunktion größerer Krampfadern kann der Ultraschall genutzt werden. Sinnvoll ist der Einsatz insbesondere bei Widerauftreten von Krampfadern in der Leiste bzw. der Kniekehle nach stattgehabter Voroperation. So können aufwendige Operationen im Narbengewebe vermieden werden. Bei sehr oberflächlichem Venenverlauf kann es zu Verhärtungen und Verfärbungen (Melanoderm) der behandelten Gefäßabschnitte kommen. Bei größerem Venendurchmesser ist der Verschluss häufig nicht von Dauer, weshalb wir insbesondere bei Vorliegen einer Stammvenenerkrankung andere Therapieverfahren bevorzugen. Auch die Schaum-Verödung wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet.

Mini-Phlebektomie bzw. Seitenastexhairese

Die Mini-Phlebektomie ist eine sehr schonende und elegante Methode, mittelgroße Krampfadern mit ausgezeichnetem kosmetischen Ergebnis zu entfernen. Über kleinste Schnitte werden nach vorheriger lokalen Betäubung der Haut die krankhaften Venenabschnitte mit einer Art Häkelnadel herausgezogen. Die Schnitte werden im Anschluss nur geklebt, so daß nicht einmal Fäden gezogen werden müssen. Eine Kompressionstherapie ist nur für wenige Tage erforderlich, über Schmerzen wird nur selten berichtet. Die alltäglichen Bewegungsabläufe können spätestens am Folgetag aufgenommen werden.

Crossektomie

Damit ist die operative Unterbindung der Stammvene an der Einmündung in das tiefe Venensystem unter Abtrennung aller Seitenäste gemeint. Dies geschieht über einen ca. 2 cm langen Hautschnitt in der Leiste oder der Kniekehle. Den Namen erhalten hat die "Crosse" nach ihrer Form: sie ähnelt dem Ende des Hirtenstabes (Crosse: franz. Bischofskrummstab), wie ihn die katholischen Bischöfe tragen. Dieser Operationsschritt wird mit dem Stripping kombiniert.

Stripping

Beim Strippen wird das erkranke Teilsegment der betroffenen Stammvene, also ein Teil der großen bzw. kleinen Rosenvene, über kleine Hautschnitte herausgezogen. Eine Sonde wird über einen Zugang in der Leiste bzw. der Kniekehle in der Venen vorgeschoben und stadiengerecht ausgeleitet. Zusammen mit der Sonde kann dann das Venensegment herausgezogen werden. Das Prinzip ist über 100 Jahre alt und sicher in der Anwendung, wird allerdings von uns nicht angewendet.

Eine weiterentwickelte, minimal-invasive Variante dieses Verfahrens stellt das sogenannte Kryo-Stripping dar. Hier wird über die Leiste bzw. Kniekehle eine Kältesonde in der Vene vorschoben, die Gefäßwand friert an der Sondenspitze fest und kann so über den gleichen Zugang schonend entfernt werden. Ein zweiter Schnitt kann so entfallen und es treten deutlich weniger Blutungen und Nervenverletzungen im Vergleich zur herkömmlichen Stripping-Operation auf. Der Eingriff, der ebenfalls nur noch seltenen Extrembefunden vorbehalten ist, erfolgt in Narkose und unter kurz-stationären Bedingungen. 

Bei den meisten Verfahren der modernen minimal-invasiven Venentherapie werden die geschädigten Krampfadern im Gegensatz zum Stripping nur funktionell verschlossen. Dies kann entweder thermisch (Radiowelle, Laser) oder nicht-thermisch (Venenkleber, Schaumverödung) geschehen. Durch den Verschluss der Vene mit ihren defekten Venenklappen wird der krankhafte Rückfluss des Blutes sofort gestoppt. Die verschlossene Stammvene (Krampfader) baut sich im Verlauf ab und verschwindet. Somit stellen diese Katheterverfahren eine besonders schonende und minimal-invasive Alternative zur Stripping-Operation dar. Die Verfahren werden endovaskulär oder endoluminal bezeichnet, da der erkranke Venenabschnitt von innen mit einer Sonde (Katheter) behandelt wird. 

Das endovenös-thermische Katheterverfahren ClosureFastTM kann ambulant vorgenommen werden und gilt mittlerweile als Goldstandard für die Behandlung der primären Stammveneninsuffizienz. Neuerdings steht mit dem medizinischen Venenkleber VenaSealTM ein nicht-thermisches Verfahren zur Verfügung, welches komplett in Lokalanästhesie und sogar ohne nachfolgende Kompressionstherapie vorgenommen werden kann.

Endovaskuläre, thermische Verfahren (Laser oder Radiowellentherapie)

Die Radiowellentherapie ist ein modernes und besonders sanftes Katheterverfahren zur thermischen Behandlung von Krampfadern, welches ohne große Schnitte auskommt und schmerzfrei ist. Es kann je nach Befundschwere bzw. Patientenwunsch in Lokalanästhesie oder in einer Kurz-Narkose durchgeführt werden. Der Eingriff wird ambulant, auf Wunsch oder bei entsprechenden Begleiterkrankungen auch kurz-stationär erfolgen. Anders als eine klassische Stripping-Operation kann die Methode auch bei älteren Menschen oder Patienten mit schweren Begleiterkrankungen vorgenommen werden. Selbst eine laufende Blutverdünnung (Antikoagulation) stellt kein Hindernis dar. Mit dieser Technik lassen sich Krampfadern sanft behandeln und sehr gute ästhetische Ergebnisse erzielen.

Bei der minimal-invasiven Venentherapie ist nicht zwingend eine Narkose erforderlich. Zur sicheren und nebenwirkungsarmen Durchführung des Verfahrens wird, unter Ultraschallkontrolle, lediglich ein Lokalanästhetikum direkt in das Gewebe um die zu behandelnde Krampfader, das sogenannte „Venenauge“, gespritzt (Tumeszenzanästhesie). Für maximalen Patientenkomfort ist zusätzlich eine leichte Narkose möglich.

Das Prinzip

Über eine Punktionskanüle bzw. eine Schleuse schiebt der Behandler unter ständiger Ultraschallkontrolle den Einweg-Radiowellenkatheter durch die Vene bis an die defekte Hauptvenenklappe in der Leiste bzw. in der Kniekehle vor. Zur Lokalanästhesie, Kompression der Venenwand sowie zum Schutz des umliegenden Gewebes (Kühlung) wird eine sogenannte Tumeszenz-Lösung um die Stammvene herum eingespritzt. 

An der Katheterspitze befindet sich ein 7 cm langes Heizelement (ClosureFast™), welches computergesteuert auf eine Temperatur von 120° Celsius erwärmt wird. Die Krampfader schrumpft in dem erwärmten Bereich zusammen, wobei die Anzahl der Applikationszyklen und damit die Energiedosis an den Venendurchmesser angepasst wird. Dann wird der Katheter zurückgezogen und der Vorgang wiederholt sich segmental. Die Krampfader wird so dauerhaft verschlossen und im Verlauf mehrerer Wochen vom Körper abgebaut. Der gesamte Eingriff erfolgt unter ständiger Kontrolle per Ultraschall und ist vollkommen unblutig. Postoperativ sollte ein Kompressionsstrumpf für mehrere Tage getragen werden.

Die ästhetischen Ergebnisse sind sehr gut - Narben bleiben fast nie zurück. In den ersten Tagen kann es zu Verhärtungen oder Rötungen kommen, besonders wenn die Krampfader oberflächlich verlief. Diese klingen aber in der Regel von alleine wieder ab.

Zusammenfassend stellt die Radiowellen-Therapie eine effektive und nebenwirkungsarme Alternative zu traditionellen chirurgischen Therapien bei Patienten mit oberflächlichem venösem Rückstrom dar. Zahlreiche Studien konnten ihre Überlegenheit in Bezug auf postoperative Schmerzen, ästhetisches Ergebnis und Rekonvaleszenzzeiten zeigen. 98 Prozent der Patienten, die mittels Radiowelle behandelt wurden, würden diese Methode ihren Bekannten und der Familie empfehlen.

Vor- und Nachteile

  • Eingriff in Tumeszenzanästhesie, wahlweise zusätzlich Kurz-Narkose
  • Geringe Gewebetraumatisierung
  • Kurze Kompressionstherapie nach dem Eingriff
  • Eignung für Risikopatienten, Behandlung unter laufender Antikoagulation möglich
  • Gelegentlich, meist vorübergehende Berührungsempfindlichkeit

Die Kosten für eine Radiowellentherapie werden von allen Privatversicherungen übernommen. Im Rahmen der integrierten Versorgung haben wir mit den meisten gesetzlichen Krankenversicherungen Sonderverträge geschlossen. 

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Endovaskuläre, nicht-thermische Verfahren (Venenkleber)

Das VenaSealTM-Verfahren nutzt einen medizinischen Gewebekleber (Cyanoacrylat), welcher schon seit über 40 Jahren in der Medizin bei den unterschiedlichsten Krankheitsbildern eingesetzt wird. Über eine kleine Eintrittsstelle in der Haut wird unter Ultraschall-Kontrolle ein dünner Katheter in den erkrankten Venenbereich eingeführt. Beim langsamen Zurückziehen des Katheters gibt der VenaSealTM-Spender eine geringe Menge des Gewebeklebers ab. Zur Fixierung des Klebers drückt der Arzt von außen sanft auf das Bein. Etwa zwanzig Minuten dauert es, bis die Vene in ganzer Länge verschlossen ist. Es verbleibt lediglich die Eintrittsstelle, welche mit einem Pflaster ausreichend versorgt ist. Nach und nach wird die behandelte Vene dann durch körpereigene Reparaturmechanismen abgebaut.

Im Gegensatz zu anderen Behandlungen ist bei VenaSealTM keine Narkose und keine Tumeszenzanästhesie erforderlich. Lediglich die Zugangsstelle wird örtlich betäubt. Der Patient kann unmittelbar nach der Behandlung zu seinem normalen Tagesablauf zurückkehren, da zur Behandlung keine Medikamente verabreicht werden. Das Tragen von Kompressionsstrümpfen entfällt, sofern keine simultane Seitenastexhairese vorgenommen werden muss. Dies macht eine Behandlung auch im Sommer unproblematisch.

Vor- und Nachteile

  • Gewebeschonend, da keine Hitze auf das umliegende Gewebe einwirken kann
  • Narkose bzw. Tumeszenzanästhesie nicht zwingend erforderlich
  • Keine Kompressionsstrümpfe erforderlich bei alleiniger Behandlung der Stammvene
  • In der Regel keine Arbeitsunfähigkeit und Schonzeit notwendig
  • Oberflächliche Venenentzündungen in bis zu 20% der Fälle als Reaktion auf den Kleber

Die Behandlungskosten werden in der Regel von allen privaten Krankenkassen übernommen. 

„tailored approach“ statt „one fits all“

Alle hier vorgestellten Therapieverfahren haben ihren Stellenwert in der Behandlung des Krampfaderleidens und jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile. Das EINE Verfahren für JEDEN Patienten gibt es nicht. Auch wenn heute die endovaskulären Therapieverfahren (Radiowelle) wenn technisch möglich bevorzugt werden, hat die klassische Stripping-Operation heute noch ihren Platz, wenngleich sie nur noch selten angewendet werden muss. Daneben gibt es Indikationen für die Ultraschall-gestützte Schaum-Sklerosierung, insbesondere in der Behandlung der Rezidivvarikose. 

Wer macht es?

Wir sind langjährig erfahrene und spezialisierte Fachärzte für Chirurgie und können daher das gesamte Behandlungsspektrum sämtlicher etablierter Verfahren zur Krampfaderbehandlung anbieten. Als zertifiziertes Venen Kompetenz-Zentrum der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie wird unsere Behandlungsqualität unabhängig und kontinuierlich geprüft.

Als Praxis in der renommierten ATOS Klinik Heidelberg können unsere Eingriffe auch im Haus unter stationären Bedingungen vorgenommen werden. Wir verfügen über eine Kassenzulassung für gesetzlich versicherte Patienten.